• Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels
  • Trachtenkapelle Thalheim bei Wels

Login



Vereinsgeschichte

Die Anfänge im Jahr 1909

Die Geschichte der Trachtenkapelle Thalheim beginnt im Jahr 1909. Zu dieser Zeit tat sich eine Handvoll spielfreudiger junger Männer zur „Veteranen-Musikkapelle“ zusammen und spielte unter Obmann Anton Gartner Edler von Romansbrück in erster Linie für sich selbst. Die Auftritte der 28-köpfigen Gruppe in der Öffentlichkeit waren spärlich, doch beim Heimkehrertreffen 1919 war man natürlich dabei. Ab 1924 lebte der Musikverein wieder etwas mehr auf, doch der Zweite Weltkrieg erzwang eine Pause und 1938 wurden die Instrumente zurückgegeben.

 

Wiederbeginn und Aufschwung

Nach Kriegsende kam es 1948 zur Neugründung als Ortskapelle unter den Obmännern Fritz Miglbauer und Johann Steinhuber sen. und zum Beitritt in den Blasmusikverband. Kapellmeister war damals Fritz Seiringer. Sein Sohn Fritz sorgte 1952 als Kapellmeister gemeinsam mit Obmann Heinrich Schierl für die Neueinkleidung der Kapelle.

Ein neues Kapitel in der Geschichte der Thalheimer Musik begann 1953. In diesem Jahr scharten Kapellmeister Seiringer jun. und sein Stellvertreter Johann Resch zahlreiche musikbegeisterte Jugendliche um sich. Sie sorgten für deren Ausbildung und gründeten gemeinsam mit Alois und Hubert Pühringer die erste oö. Jugendkapelle, die am 1. Mai 1954 erstmals öffentlich auftrat.

Trachtenuniformen einst und jetzt

Besonders prägend war die Obmannschaft von Karl Heidl. Während seiner Tätigkeit erfolgte 1963 die Neueinkleidung in Volkstracht. Am 12. November 1962 regt Heidl die Debatte über eine notwendige Neuuniformierung, eventuell auch in Tracht an. Im Mai 1963 wird mit Kosten von 60.000 Schilling für 35 Uniformen gerechnet. Um diese finanzieren zu können, „ist ehestens eine Ortssammlung in die Wege  zu leiten“. Die Wahl fällt auf Schneidermeister Hofer und Obmann Heidl trifft in Linz alle Vereinbarungen über „die endgültige Fasson der Uniform“. Von da an hat Thalheim nun eine echte Trachtenmusikkapelle mit grünem Rock.

Nach 30 Jahren steht wieder eine Neuuniformierung ins Haus. 1992 bekommen die Musikerinnen und Musiker unter Obmann Fritz Gatterbauer eine freundlichere, blaue Tracht mit Lederhose, die sie auch heute noch bei ihren Ausrückungen tragen.

Neuinstrumentierung - eine große Herausforderung

1966 kommt es unter Obmann Karl Heidl wieder zu einer großen Investition. Eine Neuinstrumentierung ist dringend notwendig. Da zu diesem Zeitpunkt nur mehr zwei von 278 Musikkapellen in Oberösterreich, nämlich Thalheim und Offenhausen, mit Instrumenten hoher Stimmung spielten, ist ein Wechsel unumgänglich. Der Ankauf der neuen Instrumente stellte für die Kapelle natürlich eine große finanzielle Herausforderung dar. 130.000 Schilling kosteten die Musikinstrumente für 30 Mann. Da die Musikkapelle selbst nur über 60.000 Schilling verfügte, wandte man sich an die Gemeinde. „Von der Beschaffung des Fehlbetrages von 70.000 Schilling hängt der Weiterbestand der Musikkapelle ab. Der gesamte Vereinsausschuss ersucht, bei der nächsten Gemeinderatssitzung einen diesbezüglichen Dringlichkeitsantrag einzubringen, um das Finanzierungsproblem in irgendeiner Form lösen zu helfen“, heißt es in einem Sitzungsprotokoll aus dem April 1966. Erfreulicherweise greift die Gemeinde der Thalheimer Musik mit 40.000 Schilling unter die Arme. Weitere Sammlungen, Subventionen, Eigenmittel des Vereins und die Kameradschaftskasse machen den Ankauf der so notwendigen neuen Instrumente möglich.

Konzerte, Feste, Ausrückungen

Zu den wichtigsten Stationen in der Geschichte der Thalheimer Trachtenkapelle gehört ab 1971 der ländliche Frühschoppen, erst in Bergerndorf, danach am Lindenhof. Gemeinsam mit den Feuerwehren Bergerndorf und Edtholz wird anfangs zum Tanz eingeladen und in Folge fast 30-mal ein großer, später sogar zweitägiger Frühschoppen organisiert. Nach jahrelanger Pause am Lindenhof startet die Trachtenkapelle 2005 mit der Organisation eines Sommernachtstanzes beim Würzburger. Drei Mal haben die Musikerinnen und Musiker rund um Obmann Martin Roither seither ein aufwändiges Sommerfest samt Tanzmusik, Kussglocke, Schießstand und Karaokebar auf die Beine gestellt und ihren Besuchern einen schönen unterhaltsamen Abend geboten.Tradition hatte bei der Trachtenkapelle auch der Frühlingsball. Außerhalb der Ballsaison baten die Musiker drei Mal zum Tanz in den mit tausenden Blumen prächtig geschmückten Gemeindesaal. Auch im Fasching waren die Musiker immer recht aktiv. Neben den Faschingsbällen in der Jägermühle wurde natürlich auch bei den Faschingsumzügen in Thalheim und Wels mitmarschiert. Ein ganz fixer Bestandteil im Jahresprogramm des Musikvereins Thalheim ist das Herbstkonzert. Seit Jahrzehnten lädt die Kapelle meist im November zu einem musikalischen Abend, bei dem ein Programm quer durch alle Stilrichtungen präsentiert wird und auch die Jungmusiker einen großen Auftritt haben.