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Die Jugendarbeit hat im Musikverein Thalheim eine lange Tradition, denn die erste Jugendkapelle in Oberösterreich wurde in der kleinen Traungemeinde gegründet. 1953 bemühten sich Kapellmeister Fritz Seiringer jun. und sein Stellvertreter Johann Resch um die Ausbildung der 30 musikbegeisterten Burschen. „Ausnahmslose Begeisterung und Freude zum Musizieren, mit der die jungen Nachwuchsmusiker durchaus beseelt sind, garantieren für eine stramme, respektable Thalheimer Jugend-Musikkapelle“, schreiben Seiringer und Resch enthusiastisch an die Eltern. Die Instrumente wurden dem Nachwuchs schon damals kostenlos zur Verfügung gestellt und Unterrichtskosten fielen ebenfalls keine an, doch da „die Kapelle nur mit idealen Kräften aufgebaut wird, mögen Sie damit entgegenkommen, daß Sie ihrem Sohn eine für das Instrument dazugehörige Notenschule, (Preis 18.- bis 20.- S), beschaffen“, bitten die beiden.
Die Preise für Notenhefte sind gestiegen, doch die Kräfte, die in der Jugendarbeit heute wirken, sind noch immer ideal. Ins Leben gerufen wurde die heutige Jungmusikergruppe von Ingrid Steiner (damals Sperrer), Gerhard Zach und Kapellmeister Herbert Scheiböck, denn das Problem des Nachwuchsmangels begleitete die Kapelle seit Jahren. Schon 1964 klagte Kapellmeister Seiringer, dass unter anderem aufgrund von Schichtarbeiten und Bundesheer von 32 Aktiven nur 20 zur Probe erscheinen können. 1969 wird überlegt, den Eltern einen Zuschuss zur Ausbildung zu leisten, denn mit 22 Mann sei ein öffentliches Auftreten der Kapelle kaum mehr möglich.
In den 80ern werden dann endlich Nägel mit Köpfen gemacht. In der Schule wurde gefragt, wer ein Instrument spielt und danach bei den Eltern besprochen, ob denn nicht Interesse an einer Jugendgruppe bestehen würde. Und das Interesse war da. Mit 20 Jugendlichen, von denen einige noch heute aktiv sind, startete Ingrid Steiner als Jungmusik-Leiterin. „Das miteinander Spielen war wichtig und die Förderung der Gemeinschaft. Deshalb haben wir nach den Proben immer Gesellschaftsspiele und Ausflüge und ab 1989 immer ein Jungmusikerlager in Rechberg gemacht“, erinnert sich Ingrid Steiner. Von da an ging es mit dem Nachwuchs kontinuierlich bergauf und der Funktion des Jugendreferenten kommt große Bedeutung zu. Übernommen haben diese Aufgabe derzeit Jugendreferentin Karoline Bittenecker mit Unterstützung von Johanna Leitner.
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